Eines der wichtigsten Dinge, was man unbedingt wissen sollte, bevor man in ein anderes Land geht, sind die kulturellen und sozialen Normen dort. Als Student aus einem anderen Land kann es sein, dass man überhaupt keine Ahnung über die Normen im anderen Land (in diesem Fall England) hat. Natürlich hat man sicherlich einige Fakten über England aus dem Fernsehen oder Internet gelernt oder man hat das Land schon vorher einmal besucht, doch das ist eine komplett andere Situation, als wirklich dort zu leben. Egal wo im Land man sich befindet, hier sind einige der Sozialen Normen, die man von Engländern lernen kann.

  • Die Engländer sind sehr pünktlich. Zu spät zu kommen ist eine seltsame Situation und wird von manchen sogar als unhöflich gesehen. Wer weiß, dass er zu spät kommen wird, sollte so schnell wie möglich Bescheid geben, dass es später wird. Es ist außerdem weniger unhöflich, zu einer Party zu jemandem zu Hause zu spät zu kommen, als bei einem Treffen in der Öffentlichkeit (zum Beispiel bei einem Essen im Restaurant).
  • Drängle niemals in einer Schlange vor. In einigen Ländern mag es in Ordnung sein, die Schlange zu umgehen, doch in England wird das gar nicht gerne gesehen und die Engländer lassen es einen auch wissen, wie sie das finden. Geduldig in der Schlange zu stehen ist ein völlig normaler Teil der englischen Kultur.
  • In England ist es akzeptabel eine Armlänge Abstand zwischen einem Selbst und dem Gegenüber zu haben, wenn man miteinander spricht. Alles, was näher herankommt wird als aggressiv gesehen und ist sehr unangenehm, für diejenigen, die in England leben.
  • Bitte, Danke und  Entschuldigung gehören zum normalen Wortschatz und zu jedem Gespräch oder jeder Interaktion. Einige Menschen sind etwas verwirrt, wie höflich die Engländer sind. Als internationaler Student ist man das vielleicht nicht gewöhnt, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran und lernt es zu schätzen.
  • Wer einen guten Freund oder ein Familienmitglied in England begrüßt, tut dies nicht nur mit einem einfachen Händeschütteln. Es ist sehr oft der Fall, dass man das weibliche Gegenüber mit einem kurzen Kuss auf die Wangen begrüßt. Wer kein guter Freund oder Familienmitglied ist, sollte auch Berührungen verzichten, denn diese werden als seltsam oder unangenehm empfunden (Händeschütteln ist erlaubt, oft reicht jedoch ein Lächeln oder ein Neigen des Kopfes).
  • Die Engländer haben einen sehr ausgeprägten Respekt für Ältere und Behinderte. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, von dem wird erwartet, den eigenen Sitz für Ältere und Behinderte bereitzustellen, wenn jemand neu einsteigt und kein anderer Platz frei ist. Begegnet man einer älteren oder behinderten Person und hat das Gefühl, derjenige ist in Schwierigkeiten oder kommt nicht zurecht, wird erwartet, dass man frägt, ob alles in Ordnung ist oder ob man helfen kann. Die Engländer verwenden sehr wenige Superlative und sind auch ansonsten nur wenig begeistert, wenn sie sprechen. Sie schätzen Privatsphäre mehr als alles andere, also sollte man bei Unterhaltungen ebenfalls darauf achten, was man frägt, um nicht aufdringlich zu wirken.
  • Die Engländer vermeiden zudem direkten Augenkontakt. Das finden sie unangenehm und einschüchternd.
  • Wer zu einem Engländer nach Hause eingeladen ist, sollte auf jeden Fall ein kleines Geschenkt mitbringen, zum Beispiel Schokolade, Wein oder Blumen, um sich für die Einladung zu bedanken.
  • Bei einem Abend im Pub mit Freunden ist es ebenfalls üblich, eine Runde für die anderen auszugeben.
  • Derjenige, der zu einem Essen eingeladen hat ist in der Regel auch derjenige, der zahlt. Man sollte nicht anfangen, darüber zu diskutieren, wessen Aufgabe es ist, sondern den anderen lieber ein anderes Mal einladen, um sich zu revanchieren.

Diese kleinen kulturellen Unterschiede, stellen einen normalen Teil der Anpassung an das Leben in England dar, daher ist es wichtig, sie am besten schon vor der Ankunft zu lernen. Man sollte aufpassen, niemanden anzugreifen oder bloßzustellen, während man sich in England einlebt. Wer solche Kleinigkeiten nicht gewöhnt ist, wird von den Engländern schnell als Ausländer identifiziert werden. Schon zuvor informiert zu sein, hilft einem dabei, sich besser an die Englischen Normen anzupassen und sich einzuleben, bevor man den Rest des Studentenlebens und die Zeit an der englischen Universität genießen kann.

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